Mittwoch

Arbeitsanweisungen oder Verfahrensanweisungen? - QM-Blog

Die Frage, ob für einen Prozess eine Arbeitsanweisung oder eine Verfahrensanweisung verfasst werden sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Aus Sicht der Anwendbarkeit ist es wichtig zu prüfen, ob die Prozessbeschreibung eine Anleitung für eine Tätigkeit darstellt, oder lediglich ein Verfahren beschreibt, in dem das Vorgehen vorgegeben ist. Weiterhin ist zu betrachten, ob die Prozessbeschreibung an einer ISO angelehnt ist, und ob es damit zwingend notwendig ist, diesen Prozess zu beschreiben. Welche Prozesse nach der ISO 9001 definitiv zu beschreiben sind, kann bereits im Inhaltsverzeichnis der ISO nachgelesen werden. Erfahrungsgemäß sollte pro Abschnitt eine Verfahrensanweisung existieren. Wie viele Arbeitsanweisungen eine Verfahrensanweisung dabei detaillierter beschreibt, hängt vom Verständnis der Beschäftigten ab, die mit dieser Beschreibung bzw. nach dieser Beschreibung arbeiten sollen (dürfen). Zu beachten gilt ebenfalls, ob es Ausschlüsse geben kann. Fallen in einen Geltungsbereich definierte Abschnitte nicht, muss dies definiert werden, und können ausgeschlossen werden. Hierbei sollte jedoch Rücksprache mit den Fachabteilungen, den QMlern, sowie den Zertifizieren gehalten werden.

Samstag

Prozesse ISO 9001 outsourcen – Beschaffungsvereinbarungen im Rahmen der ISO 9001


Qualitätsmanagement BLOG| 6 SIGMA BLOG- VOREST AG BLOG
Outsourcing wird von Unternehmen häufig nach der Devise betrieben: „Aus den Augen, aus dem Sinn". Die Strategie lautet häufig: Auslagern der Probleme durch Ausgliedern der Prozesse, um die eigene Managementaufgabe zu vereinfachen. Leider ist dies ein grundsätzlicher Trugschluss. Die Managementaufgabe wird durch das Ausgliedern nicht einfacher, sondern einfach nur anders! Die Steuerung und Kontrolle des räumlich und kulturell häufig weit entfernten Lieferanten kann sehr anspruchsvoll sein. Wenn nun das Ausgliedern eines Prozesses erschwerend nur als „technischer Akt" begriffen wird, dann liegt der Erfolg der Maßnahme meist in größerer Entfernung als der ausgegliederte Wertschöpfungsanteil. Wie bei allen Beziehungen spielt bei ausgegliederten Prozessen auf Grund von Komplexität und Risiko zum Beispiel die Fairness und das gegenseitige Vertrauen eine große Rolle.

MOTIVATION FÜR DIE AUSGLIEDERUNG VON PROZESSEN

In der Praxis gibt es verschiedene Gründe, warum Tätigkeiten ausgegliedert werden. Die Anstöße dafür sind ebenso unterschiedlich. Im Prinzip können nachfolgend genannte Beweggründe unterschieden werden, warum ein Unternehmen überhaupt mit diesem Gedanken spielt:

  1. Mangelnde Technologiekompetenz
  2. Hoher Kostendruck
  3. Qualitätsmängel
  4. Ungeeignete Infrastruktur
  5. Fehlende Kapazität
  6. Andere strategische Ausrichtung
  7. Gefährliche Haftungsrisiken
In der DIN EN ISO 9001, Abschnitt 4.1 Allgemeine Anforderungen, heißt es:
„Wenn sich eine Organisation dafür entscheidet, einen Prozess auszugliedern, der die Produktkonformität mit den Anforderungen beeinflusst, muss die Organisation die Lenkung derartiger Prozesse sicherstellen. Die Lenkung derartiger ausgegliederter Prozesse muss im Qualitätsmanagementsystem erkennbar sein."
Vorlage: Zur besseren Einschätzung Ihrer Risiken bieten wir Ihnen hier das Risikomanagementpaket!

DIESEN AUFWAND MÜSSEN SIE BEI DER LENKUNG AUSGEGLIEDERTER PROZESSE BETREIBEN
Art und Umfang der Lenkung eines ausgegliederten Prozesses hängt aus Sicht der ISO 9001 von folgenden Faktoren ab:
a) Vom potenziellen Einfluss des ausgegliederten Prozesses auf die Fähigkeit der Organisation Produkte, die die Anforderungen erfüllen, zu liefern;
b) Vom Grad, in dem die Lenkung des Prozesses aufgeteilt wird;
c) Von der Fähigkeit, die notwendige Lenkung durch die Anwendung von 7.4 zu erreichen.

Interpretation zu a - Ein wesentlicher Faktor ist hier der Einfluss der ausgegliederten Aktivitäten auf die Wertschöpfung, wie z.B.:
  • Deren Umfang - Die Erstellung einer einzelnen Zeichnung ist weniger umfangreich als die komplette Entwicklung eines Produktes.
  • Das Risiko der Tätigkeiten - Liefert der Unterauftragnehmer direkt an den Kunden, oder werden die Teile im eigenen Unternehmen vorher noch geprüft?
  • Deren Art - Wie wirken sich die Lieferumfänge im Problemfall auf die Kundenzufriedenheit aus?
Interpretation zu b - Für dieses Kriterium sind die Faktoren der Verantwortlichkeit, Kompetenz und Zugriffsmöglichkeit entscheidend:
  • Wie ist die Verantwortung (auch im rechtlichen Sinn!) zwischen Kunde und Lieferant aufgeteilt. Achtung! Für die Erfüllung aller Kundenanforderungen und gesetzlichen und behördlichen Anforderungen bleibt die Organisation lt. DIN EN ISO 9001 immer in der (Mit-)Verantwortung.
  • Falls die ausgliedernde Organisation nicht die Technologiekompetenz besitzt, kann sich die Lenkung des Prozesses nicht auf diese Umfänge erstrecken.
  • Bei entsprechender räumlicher Entfernung, muss die Lenkung vor Ort mit Vorgabedokumenten und ggf. Stichproben (Besuche) funktionieren.
Interpretation zu c - Da das Normkapitel 7.4. bereits wirksame Methoden und Maßnahmen zur Organisation bereit stellt, sind diese zur Lenkung ausgegliederter Prozesse ggf. hinreichend, durch
  • eine sorgfältige Auswahl und Bewertung der Leistungserbringer.
  • entsprechend vollständige und aussagefähige Beschaffungsangaben (Anforderungen an die Genehmigung von Produkten, Verfahren, Prozessen und Ausrüstung).
  • wirksame Prüfungen oder sonstigen Tätigkeiten beim Wareneingang oder Verifizierungstätigkeiten beim Lieferanten vor Ort (Lieferantenaudits).
DIESE GESETZLICHEN REGELUNGEN ZU AUSGEGLIEDERTEN PROZESSEN MÜSSEN SIE BEACHTEN

Entscheidend ist aus rechtlicher Sicht, welche Art von Vertrag vorliegt. Danach werden zum einen die vertraglichen Haupt- und Nebenpflichten der Vertragsparteien festgelegt. Zum anderen ist dies entscheidend für die Frage des Schadenersatzes auf Grund von Pflichtverletzungen des Lieferanten, für die subjektiven Haftungsvoraussetzungen, den Haftungsumfang, die Haftungsgrenzen und für die Beweislast. Wichtig ist dies auch für den Erhalt von Rechten, etwa durch Rüge eines Mangels oder Schadens. Die Unterschiede, exemplarisch im Vergleich der beiden Vertragstypen Dienstvertrag und Werkvertrag dargestellt, sind dabei frappierend:
  • Beim Dienstvertrag … verpflichtet sich eine Partei, z.B. der Auftragnehmer zur Erbringung einer persönlich erbrachten Leistung für eine andere Partei, dem Auftraggeber. Der Auftraggeber ist zur Zahlung einer vereinbarten Vergütung verpflichtet. Der Auftragnehmer schuldet, hier als der Leistungsverpflichtete, nur ein „Tätigwerden", also die zur Verfügungsstellung seiner Arbeitskraft. Die andere Partei trägt somit das volle Risiko, wenn die Leistungserbringung des Verpflichteten nicht den erhofften Erfolg bringt und schuldet trotzdem dem Verpflichteten die volle vereinbarte Vergütung.
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  • Beim Werkvertrag … schuldet ein Unternehmer (dieser entspricht dem Verkäufer im Kaufvertrag) einem Auftraggeber ein „bestimmtes" Werk, ein vereinbartes Arbeitsergebnis, eine (vereinbarte) Wertschöpfung.
Dies kann sein,
  • die Anfertigung/Herstellung einer Sache (Produkt),
  • die Reparatur einer Sache (Service),
  • die Durchführung einer Untersuchung (Gutachten),
  • die Erstellung eines Computerprogramms und vieles mehr.

Hier steht im Vordergrund, dass der Unternehmer dem Besteller einen bestimmten Erfolg schuldet (herbeiführen soll). Der Besteller (vergleichbar mit dem Käufer im Kaufvertrag) schuldet die vereinbarte Bezahlung und die ordnungsgemäße Abnahme des Werks.

SO LENKEN SIE AUSGEGLICHENE PROZESSE MITTELS QSV
Eine Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV) ist die Vereinbarung einer Anzahl von qualitätssichernden Maßnahmen, um ein klares Abstecken von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zwischen Lieferant und Besteller festzulegen mit dem Ziel, das Entstehen von Fehlern zu verhindern sowie die Annahme von Lieferungen mit optimiertem Prüfaufwand zu ermöglichen. Die QSV nimmt dabei folgende Aufgaben wahr:
  • Definition von fehlervermeidenden Aktivitäten des Lieferanten,
  • Definition von qualifizierten Prüfungen durch den Lieferanten bzw. Besteller,
  • Festlegung von Maßnahmen/Aktionen im Fehlerfall,
  • Festlegung, für welche Produkte die Regelungen gelten sollen,
  • Vorgaben zum QM-System, das angewendet werden soll,
  • Verfahren zur Prozessabsicherung (Nachweis der Prozessfähigkeit),
  • Maßnahmen zur Kennzeichnung/Rückverfolgbarkeit der Produkte bzw. Leistungen,
  • Art und Umfang der Dokumentation und deren Aufbewahrungszeiten,
  • Einzelheiten zum Recht der Einsichtnahme (Audit) des Bestellers,
  • Geheimhaltungsklauseln,
  • Anzuwendende Normen, Richtlinien, Sicherheitsanforderungen,
  • Einbindung und Qualifizierung von Unterlieferanten,
  • Für jeden Einzelfall relevante weitere Kriterien.

Reinhold Kaim (QM-Experte)
Sent with Reeder

Qualitätsmanagement in Praxen - QM-Blog

English courses for kids - Quality-Blog

Advertorial: Quality matters in English courses. Take the best course you can get.

Have you ever come across a multilingual youngster? A child who could speak two or more languages natively? Children whose parents don’t share the same native language have an opportunity to develop as a native speaker in two languages at a very young age. Why? They are exposed to the language in its most natural setting, with a native speaker. Early on language development not only helps a child break through language learning barriers, but in today’s globalized world it opens doors at an early age.
So what about everyone else? Well even if parents share the same native language, there is nothing stopping them from enrolling their children in extra language course. Children and teens have a capacity to learn quickly and efficiently that leaves the rest of adults in awe. English courses for kids offer a fun and exciting environment to learn a new language through what they do best – playing. Or for slightly older participants they have the ability to learn through games and interactive activities. English courses for kids often involve singing, dancing, playing games, making crafts, and role playing. They have the ability to escape into their fantasy world and learn English at the same time. While teens require a slightly more mature approach of interaction, their capacity to absorb language is also astounding.
However, instead of just enrolling kids in a local English program, parents should consider courses offered in countries where English is spoken natively, like Great Britain. What better way for a kids and teens to fully experience the English language than to be exploring a new landscape with other international pupils who would like to learn English as well? International Projects is a tour operator that offers many of these exciting courses for kids focusing on fun while learning English.
So when looking for something fun and “cool” to fill those school holidays with, parents should look ahead and allow their kids to get a jump start on learning English.
More about:
English Course for Kids
Summer English Courses 2011

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Ute Nanninga
IP International Projects GmbH
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