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Katze als Therapeut - QM-Blog

Die Rolle der tiergestützten Therapie gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung. Viele Therapeuten und Ärzte entdecken immer mehr Vorteile der Hilfe seitens der Vierbeiner. Deshalb sind Tiere sowohl in Krankenhäusern, Waisenheimen und Altersheimen, als auch in Strafanstalten und Gefängnissen anwesend. Sie helfen nicht nur bei verschiedenen Arten von Erkrankungen und Behinderungen, sondern auch bei der Resozialisierung. Aus Beobachtungen geht hervor, dass Dank der Anwesenheit der Tiere Menschen selbstsicherer, optimistischer und hoffnungsvoller werden. Viele werden auch ruhiger und weniger nervös und aggressiv.

Die vorher unterschätzte Felinotherapie wurde letztendlich anerkannt. Man hat bemerkt, dass die Anwesenheit einer Katze einen sehr positiven Einfluss auf die Psyche des Menschen hat. Deshalb gibt es Katzen in Krankenhäusern, Therapiezentren, Altersheimen und Waisenheimen. Sie machen Menschen freundlicher, lustiger, glücklicher und sogar „gesünder".  Das Schnurren der Katze beruhigt nicht nur, sondern heilt auch mit der Vibration der Muskeln.

Jeder Katzenfreund kann die wohltuende Wirkung seines pelzigen Freundes genießen, damit eine Katze jedoch zu einem „qualifizierten" Therapeuten werden kann, muss sie eine entsprechende Schulung in dieser Richtung hinter sich haben.

Der ideale schnurrende Therapeut sollte mindestens ein Jahr alt sein. In dieser Zeit lässt sich überprüfen, ob das Tier entsprechend sozialisiert ist. Außerdem ist erst in diesem Alter das Immunsystem der Katze so weit entwickelt, das es eine Ansteckung des Tieres im Krankenhaus abwehrt, was sehr wichtig ist. Die anderen Bedingungen sind:

• Das Tier muss aktuelle Impfungen und ein Gesundheitszeugnis haben.
• Es weist für Katzen typische Verhaltensweisen aus.
• Die Katze ist an verschiedene Situationen gewöhnt: Die Anwesenheit anderer Tiere und unterschiedlicher Menschen, Lärm und Gedränge. Das ist sehr wichtig, weil man sicher sein muss, dass die Katze während des Besuchs in einer Anstalt nicht vor etwas erschrickt, und in Folge dessen hoch springt und jemanden kratzt.
• Die Katze sollte keine Angst vor dem Reisen mit dem Auto und anderen Verkehrsmitteln haben.
• Das Tier sollte keine Angst vor fremden Menschen haben und sich von ihnen streicheln lassen.
Wie kann man eine Katze zum Therapeuten erziehen?

• Von den ersten Tagen an soll man das Tierchen an größere Menschenmengen gewöhnen: Freunde und Bekannte nach Hause einladen, die Katze zu Bekannten mitnehmen, damit alle sie streicheln und füttern. Dann wird sie anderen Menschen ihr Vertrauen schenken und wird nicht ängstlich oder aggressiv reagieren. 
• Die Katze muss an die Leine und Geschirr gewöhnt sein. Deshalb ist es empfehlenswert, sie im Geschirr laufen zu lassen, mit ihr dabei zu spielen und ihr Leckerbissen zu geben.
• Der kleine Therapeut soll gepflegt werden. Er muss also an das regelmäßige Kämmen und andere Pflegevorgänge gewöhnt sein.
• Man soll mit der Katze in unterschiedlichen Verkehrsmitteln reisen, damit sie sich an die verschiedenen Situationen gewöhnt, die während der Reise passieren können.
• Wichtig ist, dass man das Gesundheitszeugnis der Katze sorgfältig führt, sich an die Impfungstermine hält und regelmäßig den Tierarzt besucht.
Wenn es uns nicht gelingen sollte, alle von den genannten Punkten zu erfüllen, brauchen wir auch nicht traurig zu sein. Wir sollten uns freuen, dass wir einen treuen Freund und privaten Therapeuten zugleich haben.