Mittwoch

System-Management im Wandel

von Martin Kuppinger, erschienen am 29. Oktober 2007

Der IT-Markt ist in Bewegung. Die (berechtigte) Forderung nach einer stärkeren Business-Orientierung wirkt sich immer stärker aus, auch im System-Management. Dort spielen Service-Schichten und der Ansatz des Business Service Management eine immer grössere Rolle.

Der prägende Trend der IT ist derzeit die stärkere Business-Orientierung, die sich in vielen, teils völlig unterschiedlichen Bereichen zeigt. Ob das nun service-orientierte Architekturen als Basis für eine schnellere und flexiblere Umsetzung von Business-Anforderungen sind oder aber die Unterstützung von Governance, Risk Management und Compliance oder gar Ansätze für eine bessere Verrechenbarkeit von IT-Kosten – die IT muss heute definitiv anders agieren als noch vor wenigen Jahren.

Diese veränderte Sicht wirkt sich auch auf das weite Feld des System-Managements aus. Besonders gut sichtbar wird dies einerseits bei den Ansätzen für das Business Service Management (BSM) der grösseren Anbieter sowie andererseits beim System Lifecycle Management (SLM).

Diese beiden Themen hängen ohnehin eng zusammen, da ITIL (IT Infrastructure Library) als prägender Ansatz und CMDB (Configuration Management Databases) als zentrales Architekturelement bei beiden mittlerweile eine wichtige Rolle spielen. BSM hat dabei allerdings die Gesamtsicht auf das Infrastruktur-Management (und manchmal auch darüber hinaus), während das System Lifecycle Management sich diesen Ansätzen prinzipiell eher aus der konkreten Umsetzung von Anforderungen heraus annähert.

Es ist daher auch nicht überraschend, dass es in beiden Bereichen eine Reihe interessanter Entwicklungen gibt – gerade auch bei dem bisher doch meist sehr technisch geprägten System Lifecycle Management. Neben ITIL gewinnt auch die Norm ISO 20000 immer mehr an Bedeutung als übergelagertes Rahmenwerk für IT-Prozesse und messbarer Qualitätsstandard für Prozesse im IT Service Management, die ITIL ergänzt und erweitert. Via: www.infoweek.ch

Den kompletten Artikeln können Sie hier lesen

Dienstag

ITIL – Überblick und Anwendbarkeit in Vertragswerken

Bereits Ende der 80er Jahre wurde ITIL in Großbritannien als Sammlung von Best Practice- Ansätzen im Management und Betrieb von IT- Systemen angelegt (ITIL = „Informati-on Technologie Infrastructure Library“). ITIL beschreibt typische Aufgabenstellungen und systematische Prozessabläufe im Betrieb von IT- Infrastrukturen und in der Erbringung von IT- Dienstleistungen (IT- Service Management), in deren Mittelpunkt die wirtschaftli-che Erfüllung der Unternehmensanforderungen steht. Als umfassende Verfahrens-Bibliothek in diesem Bereich gilt ITIL mittlerweise weltweit als defacto- Standard und fin-det in deutschen Unternehmen zunehmend Verbreitung. Während 2005 nur die Hälfte der Unternehmen ITIL im Einsatz hatten, sind es 2007 schon 75 %.

Aus juristischer Sicht erscheint ITIL insbesondere interessant in Situationen, in denen der IT- Betrieb vertraglich geregelt werden soll (IT-Outsourcing) oder anderweite intern im Rahmen von Profitcenter-Betrachtungen organisiert werden soll. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Grundsätze, Aufbau und Möglichkeiten von ITIL und beschreibt den Nutzen von ITIL am praktischen Beispiel des Einsatzes bei den Kölner Verkehrsbetrieben. Dort wurde ITIL V2
im Jahr 2004 implementiert und wird seit-dem umgesetzt. Via: www.edv-und-recht.de